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Buttermilch Produktionen produzieren aus Versehen neues Werk

23.08.17

Berlin/Mannheim. Dreieinhalb Jahre nach dem letzten Werk der Buttermilch Produktionen, passierte etwas Unglaubliches, als Hans-Jürgen Erpenbeck auf den Youtube-Kanal des in Fachkreisen rennomierten Studios klickte: ein neues Video war im hauseigenen Kanal erschienen! „Ich konnte ja nicht glauben, was ich da sah. Sie müssen sich vorstellen, dass ich das jetzt schon 1278 Tage lang so gemacht habe: morgens aus dem Bett, Kaffee aufsetzen, Laptop hochfahren, den Buttermilch Produktionen-Kanal checken“, so Erpenbeck, der seit März 2014 Erster Vorsitzender der Freundeskreises der Buttermilch Produktionen e.V. ist. „Und jetzt ein neues Video aus dem Nichts. Donnerwetter!“

Wie das neue Video entstanden ist, konnte noch nicht vollständig geklärt werden. Nach der letzten Produktion des badischen Zweiergespanns Lukas Laier und Moritz Vetter sei der gute Kontakt zu den Filmemachern abgebrochen, erklärt Erpenbeck im Gespräch. Zu später Stunde und nach reichlich Alkoholfluss sollen die beiden Filmjungspunde nach einem Filmfestival damals geprahlt haben, dass sie „diese Kurzfilmscheisse“ Leid seien. China sei das ganz große Ding, da liege das ganz große Geld, so Laier und Vetter damals. Noch am selben Abend sollen elf Servietten Storyboard für das geplante Spielfilmdebüt entstanden sein, von denen eine jetzt über Erpenbecks Küchentisch hängt.

Auch wenn die deutsche Botschaft in China sich bislang nicht zur wahrscheinlich nie entstandenen chinesischen Produktion äußern wollte, kann aufgrund eigener Recherchen zumindest davon ausgegangen werden, dass es Laier und Vetter nie nach China schafften, da Vetter seinen Reisepass am Flughaften nicht finden konnte.

„Für mich ist ganz klar, dass das der Grund war, warum nix mehr kam“, spekuliert Erpenbeck, der seitdem regelmäßig Mahnwachen an der Öffentlichen Toilette am Berliner Alexanderplatz abhält, der die gebürtigen Kurpfälzer mit ihrer letzten Produktion ein Denkmahl setzten. Erpenbeck nimmt an, dass Laier beim Dreh damals von der ausführenden Stroer GmbH wegen eines Imagefilms „angequatscht“ worden sei. „Ich denke, dass der Lukas das dann nach der China-Sache gemacht hat.“ Was mit Vetter sei, wisse er nicht.

Das nun plötzlich aufgetauchte Video nennt sich „Umschwung in der Hauptstadt“. Der Beginn des Videos unterstützt die Imagefilm-These Erpenbecks, da Laier hier Regieanweisungen an zwei Schauspielerinnen gibt, die über das Freiheitsgefühl in der Hauptstadt sprechen. Die Aufmerksamkeit des Ex-Kurzfilmers wandert daraufhin auf einen auf einem Fahrrad vorbeifahrenden Mann mit Tortenhut, den Laier tragischerweise nicht als seinen Sandkastenfreund und –helfer Moritz Vetter identifiziert. Im Video gibt Vetter an, mit dem Fahrrad nach Mannheim auf ein Kurzfilmfestival fahren zu wollen. Mutmaßlich handelt es sich hierbei um das Festival „Zum Goldenen Endhirschen“. Programmleiter Thomas O. bestätigte, dass ein Film der Buttermilch Produktionen tatsächlich lief und berief sich auf eine Generalvorführmacht, die das Studio noch vor der designierten Ruhepause mündlich erteilt habe.